In der Mehrzahl handelte es sich um Reportagen, sogenannte "Aktualitäten", die als Dokumentarfilme eine "harmlose Selbstbespiegelung"(55) der bürgerlichen Lebensweise vornahmen.
Das faszinierte Publikum erlebte Arbeiter beim Verlassen der Fabrik der Lumières in Lyon, das Einfahren eines Zuges in den Bahnhof, das Füttern des Babys der Lumières oder auch die erste Slapstick-Komödie "Der begossene Rasensprenger" (L'Arroseur arrosé), in der ein Junge auf dem Gartenschlauch eines Gärtners steht und erst den Fuß hebt, als der Gärtner nachschaut, weshalb kein Wasser mehr fließt.(56)
Der so erzielte Effekt führt zu einer handgreiflichen Bestrafung des Jungen, ein moralisches und erzieherisches Filmende, das bei den frühen Filmen sehr verbreitet war.(57)